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Harnröhrenverengung (Striktur): Schwacher Strahl muss nicht sein

Medizinisch geprüft von Dr. med. Feroz Afghanyar | Stand: April 2026

Ein zunehmend schwächer werdender Harnstrahl, Nachtröpfeln oder das Gefühl, die Blase nie vollständig entleeren zu können – hinter diesen Symptomen kann eine Harnröhrenverengung stecken. Eine präzise Diagnostik und das richtige Therapieverfahren entscheiden über den langfristigen Erfolg.

  • Präzise Diagnostik mit moderner Bildgebung
  • Minimalinvasive und offene Operationstechniken
  • Langfristige Lösungen statt wiederholter Dehnungen
  • Strukturierte Nachsorge und Verlaufskontrollen

Auf einen Blick

Das Wichtigste zum Eingriff

01

Symptome

Schwacher Strahl, Nachtröpfeln, Restharn

02

Diagnostik

Uroflow, Urethrographie, Zystoskopie

03

Therapie

Urethrotomie oder offene Plastik

04

Prognose

Sehr gut bei richtiger Methode

Selbst-Check

Wie ausgeprägt sind Ihre Beschwerden?

Eine Harnröhrenstriktur entwickelt sich oft schleichend. Wählen Sie aus, was auf Sie zutrifft – wir zeigen Ihnen, wie dringend eine Abklärung ist.

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Eingriffe

0+

Jahre Erfahrung

0

Sprachen

Definition

Was ist eine Harnröhrenverengung?

Eine Harnröhrenstriktur ist eine narbige Verengung der Harnröhre, die den Urinfluss zunehmend behindert. Sie entsteht häufig durch vorangegangene Verletzungen, chronische oder akute Entzündungen, Katheterbehandlungen oder frühere urologische Eingriffe. Seltener ist die Ursache angeboren oder unbekannt. Männer sind deutlich häufiger betroffen als Frauen, da die männliche Harnröhre länger ist und damit anfälliger für Verengungen. Wird die Striktur zu spät erkannt, drohen Komplikationen wie Harnverhalt, wiederkehrende Infekte oder eine Schädigung von Blase und Nieren.

  • Zunehmend schwächer werdender Harnstrahl
  • Gefühl der unvollständigen Blasenentleerung
  • Nachtröpfeln und verlängertes Wasserlassen
  • Wiederkehrende Harnwegsinfekte
  • In fortgeschrittenen Fällen Harnverhalt
  • Selten: blutiges Sperma oder Schmerzen beim Wasserlassen
Linke NiereRechte NiereHarnblaseHarnröhre

Im direkten Vergleich

Wiederholte Dehnungen vs. nachhaltige Therapie

Eine Striktur immer wieder zu schlitzen oder zu dehnen ist keine Lösung. Wir setzen auf die für Sie passende, langfristig tragende Therapie.

Wiederholte Dehnungen
Nachhaltige Therapie

Präzise Längenmessung der Striktur

Klassisch

Unser Verfahren

Retrograde Urethrographie

Klassisch

Unser Verfahren

Indikationsgerechte Verfahrenswahl

Klassisch

Unser Verfahren

Offene Urethroplastik bei Bedarf

Klassisch

Unser Verfahren

Strukturierte Nachsorge

Klassisch

Selten

Unser Verfahren

Immer

Langzeit-Erfolgsrate

Klassisch

Niedrig

Unser Verfahren

Hoch

Wiederholungseingriffe

Klassisch

Häufig

Unser Verfahren

Selten

Belastung über die Jahre

Klassisch

Hoch

Unser Verfahren

Gering

Schritt für Schritt

Behandlungsablauf

01

Symptomanalyse und Anamnese

Wir erfassen Ihre Beschwerden systematisch und fragen gezielt nach möglichen Risikofaktoren wie früheren Katheterbehandlungen, urologischen Eingriffen, Infektionen oder Verletzungen im Beckenbereich. Diese Informationen lenken die Diagnostik gezielt – und helfen bei der späteren Therapieentscheidung.

02

Uroflowmetrie und Restharnmessung

Die Uroflowmetrie misst objektiv den Harnstrahl. Ein typisch abgeflachter, plateauartiger Harnstrahl ist ein klassisches Zeichen einer Striktur. Die anschließende Restharnmessung per Ultraschall zeigt, ob die Blase vollständig entleert wird. Beide Untersuchungen sind schmerzfrei und schnell.

03

Bildgebende Diagnostik

Mittels retrograder Urethrographie (Röntgenkontrastdarstellung der Harnröhre) bestimmen wir die genaue Lage und Länge der Striktur – das ist entscheidend für die Wahl des Verfahrens. Ergänzend kann eine Harnröhrenspiegelung (Urethrozystoskopie) erfolgen, die einen direkten Blick auf die Verengung und die Blase erlaubt.

04

Individueller Therapieplan

Kurze, einmalige Strikturen können oft minimalinvasiv durch eine innere Schlitzung (Urethrotomia interna) behandelt werden. Bei längeren oder wiederkehrenden Strikturen empfehlen wir eine offene Harnröhrenplastik (Urethroplastik), die langfristig die besten Ergebnisse bietet. Wir besprechen Vor- und Nachteile aller Optionen ausführlich mit Ihnen.

05

Nachsorge und Langzeitkontrolle

Nach dem Eingriff kontrollieren wir den Heilungsverlauf engmaschig. Regelmäßige Uroflowmetrien und bei Bedarf Nachspiegelungen stellen sicher, dass die Harnröhre dauerhaft offen bleibt. Bei Frühzeichen eines Rezidivs greifen wir gezielt ein – bevor sich die Beschwerden wieder verschlimmern.

Recovery Timeline

Ihr Weg zur dauerhaften Lösung

  1. Termin 1

    Anamnese und Basisdiagnostik

    Symptome, Uroflowmetrie, Restharn, Ultraschall – meist in einem Termin.

  2. Woche 1–2

    Bildgebung

    Retrograde Urethrographie und ggf. Urethrozystoskopie zur exakten Längenbestimmung.

  3. Termin 2

    Befundbesprechung

    Ausführliche Aufklärung, Vergleich der Therapieoptionen, gemeinsame Entscheidung.

  4. OP-Tag

    Eingriff

    Innere Schlitzung oder offene Plastik – je nach individueller Situation.

  5. Woche 1–3

    Erholung mit Katheter

    Liegezeit des Katheters je nach Verfahren, danach erste Mobilisation.

  6. Monat 3–12

    Nachsorge

    Regelmäßige Uroflowmetrie und Verlaufskontrollen – langfristige Sicherung des Erfolgs.

01· Vertiefung

Ursachen einer Harnröhrenstriktur

Strikturen entstehen meist durch Vernarbung der Harnröhre. Die häufigsten Auslöser sind iatrogen – also durch ärztliche Eingriffe verursacht. Auch Verletzungen und Entzündungen spielen eine wichtige Rolle. Eine genaue Anamnese hilft, die Ursache zu identifizieren und die Therapie sinnvoll zu planen.

  • Iatrogen: Katheter, Zystoskopie, TUR-P, Steineingriffe
  • Trauma: Beckenfraktur, Reitunfall, stumpfes Dammtrauma
  • Entzündung: Gonorrhoe, andere STI, Lichen sclerosus
  • Idiopathisch: ohne erkennbare Ursache
  • Selten: angeborene Engstellen
  • Strahlentherapie im Beckenbereich
Dr. Afghanyar bei der Ultraschall-Diagnostik

02· Vertiefung

Diagnostik: Genauigkeit ist entscheidend

Eine sorgfältige Diagnostik ist die Grundlage jeder erfolgreichen Therapie. Lage, Länge und Anzahl der Strikturen entscheiden über die Wahl des Verfahrens. Wer hier ungenau arbeitet, riskiert frühe Rezidive und unnötige Mehrfacheingriffe. Wir nehmen uns die nötige Zeit – auch wenn es ein paar Termine mehr braucht.

  • Detaillierte Anamnese und Symptomscores
  • Uroflowmetrie mit charakteristischer Plateaukurve
  • Restharnmessung per Ultraschall
  • Retrograde Urethrographie zur Lage- und Längenbestimmung
  • Flexible Urethrozystoskopie zur direkten Beurteilung
  • Bei Bedarf MRT oder Sonographie der Harnröhre

03· Vertiefung

Therapieoptionen im Vergleich

Bei der Behandlung der Harnröhrenstriktur gibt es zwei grundsätzliche Wege: minimalinvasiv (innere Schlitzung) oder offen (Plastik mit Mundschleimhaut oder Hauttransplantat). Welches Verfahren das richtige ist, hängt von Lage, Länge, Vorbehandlungen und individuellen Faktoren ab. Wir besprechen mit Ihnen die Optionen offen.

  • Urethrotomia interna: minimalinvasiv, kurze Erholung, höhere Rezidivrate
  • Offene Urethroplastik: aufwendiger, beste Langzeitergebnisse
  • Mundschleimhaut-Plastik bei langen Strikturen
  • Bulbäre Anastomose bei kurzen, isolierten Verengungen
  • Selbstdilatation als Erhalt nach Schlitzung möglich
  • Wiederholte Dehnungen sind keine Dauerlösung
OP-Saal der Urologie Mainz

04· Vertiefung

Was Sie selbst tun können

Auch wenn die Therapie der Striktur eine Sache des Urologen ist – Sie können selbst einiges tun, um den Heilungsverlauf zu unterstützen und Rezidive zu vermeiden. Wir beraten Sie individuell, was in Ihrer Situation sinnvoll ist.

  • Ausreichend trinken (1,5–2 Liter pro Tag)
  • Wiederkehrende Infekte konsequent behandeln lassen
  • Beim Wasserlassen nicht pressen
  • Notizen zu Strahl, Häufigkeit und Beschwerden führen
  • Regelmäßige Verlaufskontrollen wahrnehmen
  • Bei Verschlechterung sofort melden

Mythen und Fakten

Was stimmt wirklich?

Klicken Sie auf einen Mythos, um den Fakt aufzudecken.

FAQ

Häufige Fragen

„Bei Harnröhrenverengung (Striktur) nehme ich mir die Zeit, jeden Schritt ausführlich zu erklären und auf Ihre individuellen Fragen einzugehen. Sie verlassen unsere Praxis mit einem klaren Plan – und dem guten Gefühl, ernst genommen worden zu sein.“

— Dr. med. Feroz Afghanyar

Patientenstimmen

Was unsere Patienten sagen

Ich war insgesamt wirklich sehr zufrieden. Zwar musste ich etwas auf einen Termin warten — aber das ist ja inzwischen leider fast überall so. Die Behandlung selbst war dafür umso besser: Der Arzt hat sich Zeit genommen, alles verständlich erklärt und ist sehr aufmerksam auf meine Fragen eingegangen.
J

Joschka

verifiziert via Google

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Tolle Arztpraxis. Gute Atmosphäre. Sehr freundliche und offene Mitarbeiterinnen. Der Arzt ist sehr kompetent, effizient, erklärt gut und verständlich und hat eine angenehm ruhige Ausstrahlung. Vielen Dank!
J

Julia M.

verifiziert via Google

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Regionale Versorgung: Harnröhrenverengung (Striktur) Mainz für Patienten aus Mainz, Wiesbaden, Ingelheim, Bingen, Rüsselsheim, Alzey, Bad Kreuznach und Rheinhessen.

Ihre Gesundheit duldet keinen Aufschub.

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Medizinischer Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei konkreten Beschwerden oder Fragen zu Ihrer Gesundheit vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Praxis. Im akuten Notfall wählen Sie 112 oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117.

Zuletzt medizinisch geprüft: April 2026 · Dr. med. Feroz Afghanyar, Facharzt für Urologie (Mitglied Deutsche Gesellschaft für Urologie e. V.).